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21.5.2012 : 0:55
Warum Informatik belegen?

Zwei Kriterien beeinflussen wesentlich die Kurswahl eines Schülers beim Übergang in die Sekundarstufe II.

  1. Da die meisten Schüler ein Abitur mit dem Ziel absolvieren, später ein Studium zu beginnen, müssen zunächst mit einem möglichst optimalen Abiturdurchschnitt die Grundlagen gelegt werden, um überhaupt die Eingangsvoraussetzungen hinsichtlich des Numerus Clausus zu erfüllen. Das bedingt aus der Sicht der Schüler eine Auswahl von Fächern, die am Ende der 12. Jahrgangsstufe gute und sehr gute Ergebnisse erwarten lassen.
  2. Bei den momentan gegebenen Bedingungen am Arbeitsmarkt sollte sich die Kurswahl hinsichtlich der späteren erfolgreichen Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt an den persönlichen Neigungen und Stärken gepaart mit einer zukunftsorientierten Ausbildung orientieren. Gesellschaftliche Erfordernisse bedingen bekanntlich bezüglich der eigenen Arbeitskraft ein Gefüge von Angebot und Nachfrage. Die gymnasiale Oberstufe ist in unserem Bundesland als Kurssystem gegliedert, d.h. man selektiert seine zu belegenden Fächer aus einem angebotenen Fächerkanon. Die wenigsten Schüler wissen bei der Festlegung ihrer Kurse in Klasse 10 für welche berufliche Richtung sie sich in zwei Jahren entscheiden werden.

Nicht wenige Wissenschaftler sehen in der Medienkompetenz eine Ergänzung der Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben. Nicht nur im späteren Beruf ist diese Schlüsselkompetenz gefragt, sondern bereits zum erfolgreichen Bestehen einer Ausbildung, insbesondere eines Studiums.

Die Inhalte des Informatikunterrichts in der Kursstufe 10 (Wahlpflichtfach) legen für die Ausbildung von Medienkompetenz wesentliche Grundlagen. Der Unterricht ab Jahrgangsstufe 10 ist mit dem Erlernen der Programmierung nicht auf die Erlangung von Spezialwissen ausgelegt, schließlich studieren nur wenige anschließend Informatik. Das selbständige Arbeiten an einem komplexen Projekt über mehrere Unterrichtsstunden hinweg dient wesentlich zur Herausbildung und Förderung des analytischen, strukturierten und algorithmischen Denkens, welches beim Absolvieren eines Hochschulstudiums unerlässlich ist. Bekannt ist, dass dieser Zuwachs in der Qualität des Denkens verbunden ist mit einer gewissen Quantität, d.h. eine sehr gute Note muss durch einen entsprechenden Lernaufwand erarbeitet werden.